Robert Wetzlar-Berufskolleg Bonn

In der Internationalen Förderklasse am Robert Wetzlar-Berufskolleg in Bonn begingen die Schülerinnen und Schüler den Anne Frank Tag am 12. Juni 2017. Wer war Anne Frank? Wie lebte sie vor und nach ihrer Emigration? Wie sah ihr Alltag im Versteck aus? Welche Probleme, Träume und Wünsche hatte sie? Mit diesen und anderen Fragen befassten sich 13 Schülerinnen und Schüler.

Die Jugendlichen stammen selbst aus vielen verschiedenen Staaten: aus Syrien, Afghanistan, dem Irak, der Türkei oder auch Südamerika. Nicht wenige von ihnen haben am eigenen Leib erfahren müssen, was Krieg und Flucht bedeuten. Viele haben Familie und Freunde zurückgelassen und müssen nun eine neue Sprache lernen und sich ein neues Leben aufbauen.

Dass jedoch vor nicht einmal einem Jahrhundert tausende Menschen aus Deutschland fliehen mussten, dass insbesondere Jüdinnen und Juden hier verfolgt und ermordet wurden, ist vielen von ihnen neu. Anlässlich des 75. Jahrestags des Tagebuchs der Anne Frank haben sie am Beispiel von Anne Frank erarbeitet, wie der Weg vieler jüdischer Menschen aussah, die verfolgt wurden. Viele Schülerinnen und Schüler hörten erstmals von einem wichtigen Aspekt deutscher und europäischer Geschichte des vergangenen Jahrhunderts. Sie lernten den Nationalsozialismus in Deutschland kennen.

Sie erfuhren über das Leben von Anne Frank auch, wie schwer ein Leben im Versteck war, wie sehr die Menschen unter Angst, Hunger und Verfolgung, Krieg und Zerstörung litten. Sie lernten die Bedeutung von Erinnerung und Gedenken kennen und gewannen einen Einblick in den Aspekt der historischen Verantwortung.
Und nicht zuletzt stellten sie eine wichtige Gemeinsamkeit junger Menschen in Vergangenheit und Gegenwart fest: Den Wunsch nach Freiheit und Frieden.

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