Workshops und digitale Führungen zum Anne Frank Tag 2021

Zum Anne Frank Tag 2021 »Blick auf die Geschichte« bieten das Anne Frank Zentrum und seine Partnerorganisationen eine Vielzahl von pädagogischen Workshops zu den Themen jüdisches Leben in der Gegenwart sowie Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung. Die Workshops können – je nach aktueller Lage der Corona-Pandemie – in Präsenz oder online durchgeführt werden. Bitte treten Sie bei Interesse an einem Workshop direkt mit der anbietenden Institution in Kontakt.

Anne Frank Zentrum: Workshop zu Antisemitismus

Wie haben sich antisemitische Bilder von Jüdinnen und Juden im Laufe der Geschichte gewandelt? Welche Funktion erfüllen antisemitische Stereotype und Verschwörungserzählungen? Welche Erfahrungen mit Antisemitismus machen jüdische Menschen in Deutschland heute? Und welche Reaktionsweisen sind geeignet, wenn »Du Jude« am Schulhof als Schimpfwort genutzt wird? Diese und ähnliche Fragen werden in der Online-Fortbildung gemeinsam diskutiert. Das digitale Seminar »Antisemitismus – Geschichte und Aktualität« ist zweiteilig. Es richtet sich an pädagogische Fachkräfte, die sich intensiver mit Erscheinungsformen und Funktionen von Antisemitismus auseinandersetzen und Möglichkeiten des pädagogischen Handelns diskutieren möchten. Kosten des Workshops auf Anfrage.
Kontakt: Stefanie Schwarblies, annefranktag@annefrank.de

Anne Frank Zentrum: Digitale und interaktive Ausstellungsführungen

Das Anne Frank Zentrum bietet virtuelle Besuche seiner ständigen Ausstellung »Alles über Anne« an. Schüler*innen ab Klasse 5 lernen in einer interaktiven Begleitung die Ausstellung kennen. Das pädagogische Programm ermöglicht einen biographischen Zugang zur Zeit der nationalsozialistischen Judenverfolgung. In der gemeinsamen Auseinandersetzung wird die Bedeutung der Vergangenheit für die Gegenwart diskutiert. Die Schüler*innen werden nach dem erfolgreichen Konzept »Jugendliche begleiten Jugendliche« von jugendlichen Peer Guides betreut. Die Begleitung wird an die jeweilige Altersgruppe und ihr Vorwissen angepasst. Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte lernen in einer virtuellen Führung die Ausstellung »Alles über Anne« kennen. Es werden die didaktischen Überlegungen des Ausstellungskonzepts erläutert und pädagogische Materialien zur Vor- und Nachbereitung des Ausstellungsbesuchs vorgestellt. Kosten des Workshops auf Anfrage.
Kontakt: Stefanie Schwarblies, annefranktag@annefrank.de, www.annefrank.de/ausstellung-berlin

Ariowitsch-Haus: »Lesen und Schreiben mit Anne Frank«-Ausstellung

Das Ariowitsch-Haus in Leipzig zeigt die Wanderausstellung »Lesen und Schreiben mit Anne Frank« des Anne Frank Zentrums im Mai und Juni 2021. Dazu werden verschiedene pädagogische Begleitangebote für Schüler*innen der Klassenstufen 3. bis 6. aller Schulformen angeboten, die je nach Bedarf mit unterschiedlichen Schwerpunkten ausgestaltet werden können. Mit verschiedenen pädagogisch- didaktischen Methoden wird dabei unter anderem die Biografie Anne Franks nachgezeichnet. Gemeinsam wird sich auch mit der Aktualität des Antisemitismus auseinandergesetzt. Die Workshops werden in Absprache mit den Lehrkräften zielgruppenorientiert konzipiert. Die Kosten der Workshops variieren. Bei Bedarf lassen sich die Angebote auch online durchführen.
Kontakt: Richard Buchner, buchner@ariowitschhaus.de Tel.: +49 341 22 541000, www.ariowitschhaus.de

Ilan-Bildungsprogramm: Jüdische Tradition in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt entstand die erste jüdische Gemeinde vor über 1000 Jahren. Was ist die jüdische Tradition? Die Workshops und Projekte behandeln die Grundlagen der jüdischen Religion und Tradition, der Geschichte und der Gegenwart in unserem Bundesland zwischen Zeitz und Salzwedel. Mit Schüler*innen (Projektarbeit), Lehrkräften, Studierenden sprechen wir in Präsenz vor Ort und digital über die Feiertage, die Sprachen und Israel, aber auch Antisemitismus und andere Herausforderungen. Das Ilan-Bildungsprogramm ist eine Initiative der Jüdischen Studien der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und des Museums Synagoge Gröbzig.
Kontakt: Dr. Anton Hieke, anton.hieke@judaistik.uni-halle.de

Meet a Jew: Persönliche Begegnungen mit jungen Jüd*innen

Meet a Jew vermittelt bundesweit jüdische Ehrenamtliche für Begegnungen mit Schulklassen aller Schulformen und Klassenstufen. Im Gespräch auf Augenhöhe gibt ein ehrenamtliches Tandem Einblick in jüdisches Leben hier und heute und beantwortet gerne Fragen zum Alltag. Sie können Meet a Jew ganz einfach an Ihre Schule einladen – es entstehen Ihnen keine Kosten. Auch Online-Begegnungen mittels Videokonferenz-Tool sind möglich.
Kontakt: meetajew@zentralratderjuden.de, www.meetajew.de

Museum Synagoge Gröbzig: Workshops zu jüdischem Leben

Das Team des Museums Synagoge Gröbzig besucht Sie in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus – auch digital. Der historische Komplex des Museum Synagoge Gröbzig mit Synagogen, Kantorhaus, Schule, Friedhof und mehr lädt zur Zeitreise in eine jüdische Gemeinde in Anhalt ein. Als besonderer außerschulischer Lernort ist er das Herz unserer Workshops. Wir bieten Schüler*innen und Lehrkräften an, die jüdische Lebenswelt zu entdecken. Was sind die jüdischen Feiertage, Bräuche, Religion und Kultur? Oder, wie sieht der eigene Name auf Hebräisch aus? Ob wir Sie in Präsenz oder digitaler Form besuchen: für die Zeit der Renovierungsarbeiten am Museum Synagoge Gröbzig beraten wir Sie gern zum richtigen Workshop für Ihre Schule.
Kontakt: Anett Gottschalk, info@groebziger-synagoge.de, www.groebziger-synagoge.de